Einleitung (Part 7)

(Einige Worte an die LeserInnen: Ich werde mich am Wochenende an eine grobe Übersicht der Charaktere machen, die mittlerweile diese Geschichte bevölkern. Zwar ziere ich mich etwas bei den Erklärungen, und will mich auch in einem so frühen Stadium noch nicht allzu stark festlegen, doch da ein chronologisches Blog einige Hürden im Lesefluss aufweist, muss ich euch etwas in die Hand geben, das hilfreich sein kann und den Einstieg etwas sanfter macht.

Ansonsten: Dinge, die ich vergessen, übersehen oder einfach nur besser machen könnte, interessieren mich auf jeden Fall. Fehler mache ich zuhauf (sagt es mir ruhig, sagt es mir, sagt es mir), aber ich werde sie nicht alle sofort bereinigen. Manchmal werde ich etwas zögern, hin und wieder etwas verstimmt sein, und in vielen Momenten einfach nur dankbar.

Für alle, die gerade einsteigen: Willkommen, und viel Spaß. Eure Tipps, wie ich es euch einfach machen kann, interessieren mich also sehr.

Für alle, die schon die ganze Zeit dabei sind: Hey, Fans, mich gibt es erst seit gestern, soviele könnt ihr gar nicht sein. Tapfer. Prima. Freut mich. Bleibt dran.

Ich hoffe, ihr geniesst es.

Jan Tälling )

„Gom, du bist vielleicht die süßeste Frucht in meinem Palast, aber ich wäre verrückt, wenn ich dir erzähle was ich vorhabe. Ich habe schon den arrogantesten Bibliothekar im ganzen System. Ich brauche nicht noch einen Liebhaber, der sich zum Berater hoch schwingt. “
Morkan saß nackt und grinsend auf der Brust seines Offiziers. Seine Beine hatten Goms Arme eingeklemmt, daher konnte der Soldat nur gequält lächeln.
„Du musst aber mit jemanden reden. “
„Das tue ich, das ist mein Leben. Du willst es nicht haben. Ich habe für jeden Teil des Systems meine Berater. Denen geht es nur um meine Macht. Und ihren Anteil daran. Sie wollen mich nicht befriedigen und ich will nicht mit ihnen ins Bett. Ich kann ihnen die Köpfe abschlagen, wenn es eines Tages sein muss. Und glaube mir, das kommt vor. Es bricht mir nicht das Herz. Es gehört dazu. Jedoch bei dir.…“
Er strich Gom durch die Haare, fuhr an dessen Wange entlang, mit zwei Finger zum Mund, berührte Lippen und Zunge, und
verharrte mit einem leisen Seufzen.
„…es würde mir sehr schwer fallen.“

Soy sah meinen Vater erwartungsvoll an. Die schwarzen Augen waren fast schon bettelnd auf ihn gerichtet.
„Ein Messer?“ Hörte er Soys fragende Stimme.
„Ihr benutzt kein Werkzeug, oder? “
„Nun. Nicht direkt. Also. Wir denken, dass kommt noch. Nächste Stufe, oder so. “
„Schon gut, lassen wir das. Ein Messer wird nicht ausreichen. Vermute ich. “
Soy trat näher an das Wrack, streckte die Pfoten aus und fühlte die warme Luft. Das Kellom vorzog mißmutig das Gesicht, schwankte von einem Bein auf das Andere und sah dann zum Himmel.
“ Zu warm. Eigentlich zu heiß. Wir bräuchten Regen. Wasser. Schnee. Schon kalter Wind wäre gut. Wir kommen nicht ran. An einigen Stellen glüht es geradezu. Wir müßen warten. Sie müsse rauskommen. Sie werden rauskommen. “
„Sie?“ Mein Vater war verblüfft. „Sie? Was meinst du mit Sie?“
„Es sind drei. Sie leben noch, aber sie kommunizieren nicht. Wir können in ihnen lesen . Aber etwas stimmt nicht. “
„Wie meinst du das?“
„Sie sind nicht tief. Es sind nur Kopien.“

„Was meinst du mit >Sie sind nicht tief< ? “
„Bibliothekare wüssten was gemeint ist… “
„Bibliothekare?“
„Ich versuche es. Soy meint, du solltest es wissen. Wir teilen diese Ansicht. Wir. Alle. Aber es ist nicht einfach. Du erinnerst dich an vieles, nicht wahr ? Wir erinnern uns an alles. Kopien erinnern sich daran, das sie Erinnerungen haben. Sie haIten sie für echt, aber oft gibt es kleine Fehler bei den Spuren, die Ereignisse zurücklassen in unserem Körper. Es ist sehr schwierig zu erklären. Wenn dir etwas nicht schmeckt und dir davon übel wird, dann hast du ein Erlebnis, das nicht nur eine bildliche Erinnerung darstellt, die dich darüber informiert, dass du eine Speise nicht magst. Sondern du schmeckst sie dann vielleicht auch wieder, und möglichweise wird dir dann sogar übel. Das heißt deine Erinnerung ist sehr tief in dir drin. Sie steckt in verschiedenen Regionen deines Körpers und ruft dort Reaktionen hervor. Sehr verschiedene. Ein ganzes Spektrum an Empfindungen. Das können sogar Schmerzen sein. Verstehst du das? Habe ich mich deutlich ausgedrückt? Macht dich das verrückt? Kannst du damit umgehen? Sag mal was! Es ist sehr ungewöhnlich für dich .
0h, sorry, wir sind Soy. Wir wissen sowas. Eigentlich schon immer. Und wir verlieren nichts. Niemals. Bibliothekare wissen sowas auch. Aber das ist ihr Job. “
„Und es sind drei darin?.“
Soy nickte entschlossen mit dem Kopf.
,, Und sie sind nicht wie wir?“
„Niemand ist wie Soy ! Du bist ja auch nicht wie Soy !“
„Aber Bibliothekare sind Soy ?“
Das Kellom sah ihn entsetzt an. Es riss die Augen auf, das Fell spreizte sich ab, wurde buschig und es fletschte die Zähne.
„Bibliothekare sind der Abschaum, sie sind ohne Moral und der höchste Ausdruck der Verkommenheit. Wo immer der Tod ist, ist ein Bibliothekar nicht weit. Sie fressen Aas und vergehen sich an jedem lebenden Wesen…“
„Ist gut, ich habe verstanden. Sind da drin Bibliothekare?“
„Nein, nur Kopien. “
„Kopien von Bibliothekaren?“
„Nein, Kopien von denen, die kommen werden….“

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