Einleitung (Part 8)

( Liebe Leserlnnen,
ich werde in regelmäßigen Abständen immer mal wieder die bereits veröffentlichte Episoden redigieren und Rechtschreibfehler, sowie Satzzeichen berichtigen. Nicht alles wird mir auffallen. Eine gewisse Schlampigkeit und Betriebsblindheit zeichnet mich aus. Sollte ich stilistisch etwas ändern oder ganze Teile streichen oder ersetzen, dann werde ich das irgendwie kenntlich machen.
Ich gebe es zu, ich bin mir noch nicht im Klaren, welche Möglichkeiten ich denjenigen anbieten kann, die erst sehr spät einsteigen werden. Aber genauso fürchte ich all jene zu verärgern, die irgendwann mit massiven Änderungen konfrontiert werden und eventuell flexibel mit ganzen Handlungssträngen umgehen müssen, die ich einfach wegknicke. Oder neu anlege. Wie auch immer.
Es handelt sich hier um die Arbeit an einen Text. Ich werde hier verschiedene Dinge lernen, daher macht euch darauf gefasst, dass ich sowohl durch die Genres springe, wie auch in der Qualität und Quantität sehr unterschiedliche Ergebnisse abliefere.

Ich freue mich, wenn ihr mitlest, kritisiert, Fehler aufzeigt und die Story einfach eine Weile begleitet.

Danke dafür. Ich hoffe es macht euch Spaß, denn nur darum geht es.

Jan TäIling )

Gom gehörte zu den rätselhaftsten Gestalten am Hofe Morkans. Seine Herkunft war unbekannt, doch sein Gebaren verriet eine gute Schule und ein ausgeprägtes Standesbewußtsein. Er bewies Geschmack, wenn er gefragt war. Auch Wissen um Kultur und Kunst, wenn er der erwählte Begleiter war, doch schien er eine eigenartige Askese dem allem vorzuziehen.
Goms Haare waren gelb wie Butter, sein Haut hatte den samtigen Schimmer eines Blattes auf dem der Tau zu tänzeln beginnt, und allein wenn ich von ihm berichte, spüre ich den unheimlichen Drang all diese Perfektion, die er ausstrahlte, mit Küssen zu bedecken.
Er war Morkans Krieger, und damit eine seiner Waffen. Als ich ihn das erste Mal erblickte, war seine Schönheit verhüllt in weißen Tüchern, die einem geheimen Muster folgend, seinen Körper vollkommen umhüllten. Er stand außerhalb eines Schlachtfeldes und rührte sich nicht. Als suchte er seinen Gegner noch. Er griff nie ein, wenn es offensichtlich war, dass Morkans Barbaren obsiegten. Er stand einfach nur da, scheinbar unbeteiligt und beobachtete das Getümmel, aus dem die Größten von Morkans Kriegern mit Fleischwunden blutüberströmt heraus torkelten.
Griff er ein, dann ahnte niemand, dass er kurz zuvor seinen Kopf in Morkans Schoß vergrub, und dieser an seinen Zehen nuckelte.
Glitt Gom in eine Schlacht, dann bewegte er sich mit einer Vehemenz und Leichtigkeit, die einem Fisch im Wasser glich. Er spaltete Köpfe in solch fliessenden Bewegungen und klaren Linien, als folge er den Regeln eines Balletts. Seine Bewegungen waren so harmonisch und anmutig, dass man ihnen selbst beim Töten eine gewisse Schönheit nicht absprechen konnte.
Er beherrschte Kampftechniken, die mit ihren Meistern gestorbene waren, er wußte Dinge zur Waffe zu wandeln, deren Harmlosigkeiten eindeutig belegt waren, und er tötet mit einer obsessiven Akribie und Leidenschaft, die ich so bei niemanden – heute oder gestern -je erlebt hatte.
Gom entfachte bei den Menschen um sich ein Begehren, dass diese mit einer zornigen Lust erfüllte. Männer und Frauen, ich, aber auch alle meine bezahlten Huren, wollten ihn in sich spüren, mit der Zungenspitze erforschen und uns einwühlen in all seine Öffnungen.
Ich bin mir heute sicher, dass dieses eine seiner Waffen war, eine seiner Listen, seiner Möglichkeiten und seiner Wege. Und Morkan versank und versumpfte in seiner Liebe zu ihm. Er spürte einen Sog, der ihn mitriss, ihn berauschte und seinen Tag segnete. Er fühle sich göttlich, wenn er die Erregung Goms in sich spürte und es herrschte in ihm dann eine aufrührerische Ruhe, die alles hinwegfegen konnte. All die Replikatoren, all die Bibliothekare, all die Berater und all die anderen gierigen Bewohner dieses Palastes, Er sagte es niemanden, aber er hätte sterben können unter den Stößen Goms, und nichts sonst wäre noch von Bedeutung gewesen.
Er stand nackt am Fenster und atmete schwer durch.
Noch immer rann ihm der Schweiß über die Brust, durch die Haare, glitzert darin wie schmückender Tau und erfüllte die Luft um ihn mit einer dunstigen Wärme und dem vertrauten Geruch einer gierige, unersättlichen und sehr männlichen Lust.
Die Fähigkeiten Goms waren ihm wohlbekannt und er liebte es seinem Offizier spielerisch die Kontrolle abzuringen, ihn wie ein Rüde in den Nacken zu beißen, ihn knurrend zu sich zu ziehen und die harten Hüften an sich zu pressen, aber jetzt, da er am Fenster stand, seine eigene Erregung noch in den Ohren klopfte, spürte er diese Angst eines herannahenden Verlustes. Und es machte ihn ganz schwer und wirr und träge und für Sekunden, wie im Licht eines Blitzschlags, fühlte er sich krank.

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Einleitung (Part 8)

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