Einleitung (Part 12)

(Einige Worte an die LeserInnen: Da es sich hier um einen transparenten Arbeitsprozess handelt, der ungefähr abbilden soll, wie sich eine Erzählung entwickelt, will ich hier auch auch auf die Arbeitsmittel eingehen, die ich verwende. Und vor allem, warum ich sie verwende.

Die Geschichte um Bankea gibt es auf verschiedenen Medien in meinem Haushalt schon seit ca. 5- 6 Jahren. Sie änderte sich in diesem Zeitraum ständig, bekam neue handelnde Personen, neue Handlungsverläufe, neue Plots, neue Ideen und hin und wieder eine neuen Ton. Es gibt PDFs und Ausdrucke der verschiedenen Varianten, die ich manchmal an Freunde und andere Opfer verschickte habe. Ein Teil davon wurde gelesen, aber der größte Teil wurde unbeachtet beiseite gelegt. Allein die Tatsache, dass es sich dabei um Science Fiction, Fantasy und noch möglicherweise um etwas anderes handeln könnte, war abschreckend genug.

Die, die es gelesen haben, waren nicht unbedingt abgeneigt, aber sie haben auch nicht nach Fortsetzungen verlangt. Insofern nahm ich mir den Stoff wieder und wieder vor und versuchte ihn zu verbessern. 

Die besten Ideen kamen und kommen mir unterwegs. Beim Spazierengehen, beim Wandern, in Zügen, in Bussen oder in Cafés. Ich habe einen Stoß Moleskines, der all das aufnahmen. Aber meistens hatte ich mit der Einordnung der Notizen hinterher solche Probleme, dass ich es liess, oder aber ich überarbeitete die handgeschriebenen Texte bis zur Unkenntlichkeit.

Heute wende ich verschiedene Verfahren an. Ein großer Teil, der Texte in diesem Blog, wurden auf einem Samsung Galaxy Notes 3 verfasst, handschriftlich und genau dort, wo mir die entsprechenden Zeilen einfielen.

Für die meisten Texte, die ich auf dem Notes 3 erstelle nutze ich den sogenannten „Schnellen Notizblock“. Dieser hat sich als praktikabel für Besprechungen und Kurz-Notizen erwiesen, aber kommt mit Verzeichnisstrukturen außerhalb seines App-Verzeichnisses nicht richtig klar. Daher verwende ich für die Geschichten, die ihren Weg in das Blog finden , eine App mit dem Namen JotterPad X.  JotterPad X bietet relativ wenig Komfort aber eine beruhigende Stabilität. Das ist ausreichend, wenn man gleichzeitig umfassende Verzeichnisstrukturen anlegen kann.

Ich veröffentliche die Texte manchmal direkt aus dem Smartphone heraus über die WordPress-App, oder aber auf einem iMac. Damit die Texte vom Smartphone auf den iMac kommen, nutze ich eine Kombination aus Winzip , Foldersync und der Dropbox. Mit Winzip komprimiere ich alle geänderten Dateien auf dem Smartphone, verschlüssle sie mit einem Passwort und synchronisiere sie mit einem automatischen Lauf per Foldersync mit der Dropbox. In der Dropbox wird dabei ein Verzeichnis mit dem Datum erstellt, so dass ich auch auf verschiedene Stände zurückgreifen kann (die Dropbox selbst wird übrigens, wie alle anderen Dateien auf der TImecapsule gesichert, die es mir wiederum erlaubt, auf verschiedne Stände zurückzugreifen) . Ich gehe in einem späteren Beitrag eventuell noch mal auf die Details ein. 

Zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht, aber sehr bald, werde ich wieder in Scrivener auf dem iMac ein Projekt anlegen, in dem ich die Struktur von Bankea  in einen groben Rahmen presse. Zwar beruht der meiste Teil der Erzählung auf Improvisation, doch trotzdem wird der Verlauf sehr bald eine Komplexität erreichen, die mich zwingt diszipliniert an die Strukturen zu gehen. Und das wird dann nur mit dem Scrivener möglich sein.

In Scrivener werde ich zum Beispiel auch alle Charaktere und deren Entwicklungen nochmal gesondert betrachten, und daraus die Grundlage für eigene Seiten in diesem Blog machen.

Ich hoffe ich konnte euch damit einen kleinen Einblick in die Arbeitsweise bescheren, euch ein wenig darauf einstimmen, dass noch viel kommt. Sehr viel. Bleibt dabei.

Jan Tälling)

 

„Eine Mißgeburt und ihr Haustier.“ Johsz liess die Platte über den Schlafenden schweben und winkte seinen Partner herbei. Dieser stand mit dem Rücken zu ihm, schwebte heran und besah sich meinen Vater und das Kellom.
Quas zog seine Augenbrauen hoch. “ Sechs Arme ? Das ist ungewöhnlich.“
Joshz liess seine Platte parallel zu Quas schwebe, und deutete auf das Kellom „Was mag das für ein Tier sein ? “
„lch habe nicht die leiseste Ahnung. Das scheint ein verdammt unterentwickelter Klumpen Scheisse zu sein, auf dem wir hier gelandet sind.“
„Morkan wird das nicht gefallen. “
„Mir egal. Die Kommunikation ist sowieso nur noch ein vergorener Klumpen. Insofern-wir sollten es uns bequem machen. Es wird eine Weile dauern bis sie uns holen..“
„Wenn sie uns holen…“
„Sie werden uns holen. Glaube mir. Soviele Schwärmer hat Morkan nicht. Er zählt auf uns.“
Johsz stand fest auf seiner Platte, drehte sich langsam um. In fast gleichförmigen Wellen flogen die Drohnen um sie ,überbrachten ihnen schwebend die Informationen und verschwanden wieder zwischen den Bäumen.
„Von den Tieren gibt es hier wohl eine ganze Menge. Und der Wald scheint endlos. Keine Behausungen, keine Zivilisation -Bisher. “ Johsz zog seinen Umhang enger und blieb beständig über dem Kellom schweben.
„Frisst keine Tiere, wird aber gefressen. Von ihm ! “ Er deutete auf meinen Vater.
„Dumme Sache!“entgegnet Quas.“Sieht niedlich aus. Veganer, sagst du? “
„Jo!“
„Ich könnte eins mit heim nehmen, wenn das vorbei ist.“
„…und sie uns holen kamen.“
„Und sie uns holen kamen.“
„Versteht sich!“

 

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Einleitung (Part 12)

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