Einleitung (Part 24)

(Liebe LeserInnen, guten Morgen.

Ich starte den Tag mal mit einem neuen Teil (24). Eine neue Version des PDFs mit allen Teilen war geplant, liegt vor, aber irgendwie steckt momentan der Wurm drin, und mein Provider mag nicht so, wie ich es gerne hätte. Schade. Ich schiebe es, versprochen, sobald wie möglich nach. Und entschuldige mich vorerst. Teil 23 – 24 gibt es daher – bis das Internet wieder fliesst – erstmal nur als Blogbeitrag. Das Update erfolgt so schnell wie möglich.

Teil 1-22 gibt es noch hier: Ach, Bankea Version 1.04

Viel Spaß und einen schönen Tag.

Jan Tälling)

„Oh, ich habe eine Erektion!“ Dachte Shinquasz noch, als ihn irgendjemand in das Boot hievte.

„Wie schön“, fuhr es ihm noch durch den Kopf, und er überlegte, ob er es dem Piloten noch erzählen sollte.

Er liess es lieber.

Morkans Palast. Shinquasz Räumlichkeiten.

Er war zu aufgeregt. Die Schwerkraft hatte ihn wieder, aber er sprang trotzdem durch das Zimmer. Jubilierte trotz der Lasten, die wieder auf seinen Schultern lagen und umtanzte seinen Tisch, während die neblige Kugel ein klein wenig wackelte und seine Aufregung teilte.

„Es war wie früher, mein Butterhörnchen. Auf die alte Art, verstehst du? Auf die verfickte, alte Art. Wer hätte das gedacht.“

„Herr Shinquasz!“

„Meine Krallen, wie Kohle. Ich habe ihm heiß und jung das Hirn durchwühlt, dass es nur so eine Freude war. Ich war ganz nah dran. Scheisse, war ich nahe dran, mein Cremetörtchen. Es war wie früher, weißt du noch?  Es war so schön. Zum dahinschmelzen schön, wieder drin zu sein, so leicht, so einfach, die Hände brennend, die Gerüche ganz ungefiltert. Gut, der hatte noch nie richtigen Sex, und alles was er gegessen hat, war mehr als seltsam und irgendwie auch ekelhaft, aber ich war drin. Ich war drin. Ich war selbst drin. Ich war ganz tief drin. So richtig tief drin. Unglaublich, wo ich war. Unglaublich.“

Er übte ein paar Ausfallschritte nach links, stöhnte leicht, aber machte noch ein paar nach rechts, dann wieder links, noch ein bisschen rechts, und so weiter.

„Herr Shinquasz, das freut mich für sie. Ich kann mir richtig vorstellen, wie ihnen das gefallen hat. Sie müssen sich wirklich gefreut haben.“

„Ja, und weißt du was, mein kleiner süßer Plunder? Ich hatte eine Erektion. Ich hatte eine Erektion. Du weisst nicht, wie ich mich danach gesehnt hatte. Ich hatte mich so danach gesehnt. Man fühlt sich ja halbiert. Allem entrissen. Tot auf dieser Welt. Ich hatte eine Erektion. Und ich habe an dich gedacht, mein puderbestäubtes Käsestückchen. Ich hatte an dich gedacht. Und wie ich an dich gedacht habe. An deine Reinheit, deine Pfirsiche, deine Lust, deine Zunge, deinen Atem, oh, ich habe nur an dich gedacht.“

Er hörte ein leises Schlucken, und schmunzelte.

„Wirklich, Herr Shinquasz?“

„Absolut, meine Honigmaus. Nur an dich. Ich hätte dich küssen können, mich an dir reiben, vergehen und fressen können. Ich hätte dich gebissen, und dich an mich gerissen. Kein Halten, keine Schwerkraft, keine Begrenzung. Ich hätte dich im Raum jubeln lassen und deine Innereien liebkost.“

„Oh, erzählen sie mehr, Herr Shinquasz, sie sind ein solcher Poet. Wie gerne würde ich mich jetzt von ihnen nehmen lassen. Ihre Erektion. Ist sie noch da?“.

„Erinnern sie mich nicht daran, meine reife Feige. Kaum war ich wieder an Bord, war ich wieder gealtert und vergreist. Geschlechtslosigkeit gehört mit zu diesem verfickten Job. Du hast keine Ahnung, wie ich deine weissen, weichen Rundungen vermisse. Wie ich es vermisse, wenn sie unter meinen Krallen so schamhaft erröten.“

„Oh, mehr von meinen Rundungen, Herr Shinquasz, sie gehören ihnen. Nur ihnen.“

„Das will ich meinen.“ Shinquasz lehnte sich weltmännisch an den Tisch, und überlegte sich, ob er ein bisschen in seinen Archiven wühlen sollte, um seine Erinnerung aufzufrischen. Aber im Augenblick reichte das alles aus. „Mein liebes Lecker-Kätzchen, hier ist Schlimmes im Gange. Ich spüre es in jeder einzelnen Feder. Ganz was verfickt Schlimmes. Ich glaube, Morkan flieht.“

„Nein, Herr Shinquasz!“

„Doch, mein Sahne-Häubchen, mein kleiner Butterstollen, du verführerische Gelee-Königin, ich glaube, das geht hier alles in die Binsen, und dann sind wir nur noch Dummstaub im All. So schlimm sich das anhört, es schreit nach Revolution, und Blut und Volksbegehren.“

„Oh, Herr Shinquasz, und sie mittendrin. Das ist mutig.“

„Das ist ungeheuerlich mutig, mein sämiges Süppchen, dabei würde ich lieber von dir naschen, und dort meinen Löffel versenken. Aber ich habe noch nicht genug erfahren. Diese schwachsinnigen Musiker konnten mir nicht weiterhelfen.“

„Das sie sich dort hin gewagt haben, Herr Shinquasz.“

„Ja, ein verdammter, einziger Seuchenherd, mein Zuckerhühnchen, und dieser Obenko war ein spuckender Narr, fett wie ein dicker Zuchtfisch und vollkommen neben sich. Man sollte solchen Eiferern einfach nicht trauen. Altruismus mag ja in der Theorie ein hehres Ziel sein, aber Wesen wie dieser Obenko sind nur wahnsinnig, und bilden sich dabei noch ein, sie tun das für andere.“

„Wie recht sie haben, Herr Shinquasz. Ich wünschte, ich wäre bei ihnen, und könnte ihnen Beistand leisten.“

„Oh, ich würde mich an dich betten, und deinen Nektar trinken, meine Kleine Marzipanhummel. Nicht mehr lange. Nicht mehr lange, dann werde ich wieder in deinen Armen liegen.“

„Ich hoffe darauf, Herr Shinquasz, ich hoffe darauf, und wünsche mir nichts sehnlicher.“

„Und ich erst. Und ich erst“.

 

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