Einleitung (Part 26)

(Liebe LeserInnen,

irgendetwas ist immer, und so kam es, dass es gestern kein Update der PDF-Version gab. Dafür heute. Und zwar Teil 1- Teil 26, versteht sich und mit einem Vorgucker auf Teil 27: Ach, Bankea! Version 1.05.

Viel mehr wird es heute vielleicht nicht mehr, dafür eventuell morgen. 

Mein Provider lässt wieder Uploads zu und ich freue mich, dass es damit wieder flüssiger nach oben geht, und ich einige Korrekturen nachziehen kann.

Mal so ganz kleine Internas zum Bloggeschehen am Rande: Ich will mit diesem Blog sehr transparent aufzeigen, wie sich eine Geschichte entwickeln kann. Was aus einer Anfangsidee wird, wie man sie ohne Plot und Grundkonstrukt weiterführen kann, aber auch, was sich im Nachhinein verändern muss. Ich habe mir vorgenommen, auch an schrägen, schlechten, phantasielosen und müden Tagen konsequent weiter zu schreiben. Und heute z.b. brennen mir die Augen von einer 10 stündigen Computerarbeit, und ich selbst bin kaum noch in der Lage meinen eigenen Text zu redigieren. Wäre dieses ein Blog wie jeder andere, dann müsste ich den Beitrag liegen lassen, und morgen noch mal gegenlesen, wenn ich mehr sehe, mehr kapiere und wieder einen klaren Kopf habe. 

Überlicherweise haut mir die Rechtschreibkorrekur des iMacs oder aber die des Notes 3 von Samsung einige Verständnisfehler rein. Da ich schnell lese, oft unaufmerksam, bemerke ich diese Wortveränderungen manchmal nicht.  Das passiert mir vor allem dann, wenn ich müde bin. Hin und wieder hinke ich aber auch einer Idee hinterher und haue zu schnell in die Tastatur, dann wiederum vergesse ich Wörter, baue gnadenlose Endlossätze und übergebe alle Kommaregeln dem Nirwana. Bitte streicht mir das an. Das alles ist keine Absicht, und wenn ich ausgeruht, mit einer Tasse Kaffee vor dem Gerät sitze, dann kann ich es auch besser, aber Abends – alle Wetter, da ist alles möglich.

An Tagen wie heute, können die Beiträge langweilig, seltsam und unerklärlich sein. Manchmal komme ich in Szenen nicht rein, fühle mich mit Personen noch nicht verbunden und bekomme keinen Draht zu ihnen. Konsequent wäre, sie sofort über die Klinge springen zu lassen, aber irgendwie werde ich bei meinen handelnden Personen zum Pazifisten und Liebhaber.

Ich möchte sie gar nicht mehr aufgeben.

Und die „Fünf Silberlinge.“ z.b. sehe ich als ganz, ganz große Stars. Ich fange an an denen zu hängen. Irgendwie. 

Aber eventuell seht ihr das ganz anders.

Wäre interessant von euch zu hören, wer Eure Sympathien hat.

Wünsche euch einen schönen Abend und viel Spaß beim Gegenlesen.

Jan Tälling)

Auf dem Schiff der Mission.
„War das ein Vampir?“
Obenko schüttelte müde den Kopf, und schaute auf Jeelbee herab, der immer noch in der Ecke der Zelle lag, während seine Kameraden den Körper befühlten.
„Nein, wie ich sagte, das war ein Bibliothekar.“ Obenkos Blick wanderte zur Decke. „Bibliothekare haben eine – im Grunde wichtige – Aufgabe. Sie sammeln Erinnerungen, Empfindungen, Dinge, die passiert sind, Augenzeugenberichte. Sie tun das auf sehr eigene Weise, die mittlerweile maschinell unterstützt wird, aber es ist dennoch so, dass nur sie das können. Damit sind sie sehr einzigartige Wesen.
Aber sie haben recht, Jeelbee, sie haben wirklich recht. Das was sie machen unterscheidet sich nicht sehr stark vom Blutsaugen. Sie sind skrupellos, abgebrüht, und erschreckend emotionslos. Wo Bibliothekare sind, dort ist die Vernichtung ganzer Völker nicht weit. Sie selbst brüsten sich damit etwas für die Gemeinschaft, die Systeme und den Fortbestand zu tun. Sie denken, dass sie die Säulen der Zivilisation sind, und viele Diktatoren, Monarchen und Spinner wie Morkan denken das auch. Doch das ist falsch. Es ist ein Irrtum, aber er durchsetzt unsere Zeit.
Dieser Irrtum wird uns zerstören, denn überall, wo Typen wie Shinquasz auftauchen, endet irgendetwas, aber nichts neues beginnt mehr.
Die Übelkeit wird nachlassen, die Haare nachwachsen, aber einen Teil der Unordnung wird man nie wieder los. Was sie hier erlebt haben, Jeelbee, hat ihre Seele nicht aufgewühlt, es hat sie zerwühlt. Was Bibliothekare zurücklassen, das ist ein aufgewühltes Bett, dass ihnen nicht gehört. Sie hinterlassen ihre Spuren, Schäden und zerstören Vertrautheiten.
Es ist schwer zu beschreiben, aber es sei ihnen so erklärt, Jeelbee. Ein Teil ihrer Erinnerungen wird für immer durcheinander geraten sein. Wahrscheinlich nicht der der wichtigste Teil. Die meisten verkraften es einigermaßen, aber über was sie sich wirklich bewusst sein müssen: sie gehören ihnen nicht mehr.
Nichts von dem, was sie einst erlebt haben, ist noch ihr Eigentum. Sie meinen, dass sei nicht schlimm, weil sie sich ja wenigstens noch daran erinnern, aber auch wenn sein Ziel nur ihre Erinnerung über den Untergang ihres Planeten war, so hat er doch alles von ihnen aufgenommen. Er kennt ihre Freunde, Jeelbee, ihre Träume, ihre Sehnsüchte, und ihre Verbrechen, wenn sie welche begangen haben. Er kennt die Dinge, die sie verheimlichen wollten. Denn all diese Dinge sind genau jene Abschnitte, die er begehrt. Herr Shinquasz liebt die Ecken, die wilden Gedanken, die sie sich gemacht haben. Unterwerfungsphantasien, oder ähnliches, oder Schlimmeres, er weiß von all dem. Jetzt und immerdar. Und das allerschlimmste daran ist: Sie wissen, dass er es weiß.
Er hat sie in der Hand, wie er jeden von uns in der Hand hätten. Seien sie sich darüber bewusst. Freuen sie sich, wenn sie ihn nie wieder treffen. Wir müssen dieses System schnellstens verlassen.“
Damit drehte sich Obenko um, öffnete die Tür und eilte hinaus.
Jeelbee blieb zurück, hangelte sich am Tisch hoch und sah Mulbee entsetzt an.
Seine Augenbrauen standen wild in alle Richtungen. Aus seinen Mund tropfte der Speichel und seine dünnen langen Finger zitterten unentwegt.
„Warum sind wir nicht gestorben? Warum sind wir nicht untergegangen, wie all die anderen? Welcher perverse Schutzengel trägt hierfür die Verantwortung? “ er stöhnte bestürzt und versuchte in seiner Verwirrung Mulbee an der Nase zu greifen, doch dieser fuhr erschrocken nach hinten, riss das reinste und unreinste Silber mit und landete mit dem Rücken und seinen beiden Mitmusikern an der hinteren Zellenwand.
„Entschuldigung! “ sagte er nach rechts und meinte Filbee, das reinste Silber.
„Entschuldigung! “ sagte er nach links und meinte Tschilbee, das unreinste Silber.

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Einleitung (Part 26)

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