Zettelkasten: Acid

Der verdammte Rock’n’Roll sollte erst beginnen. HoIterdipolter. Ratzfatz. Rumsda. Krawall und Remmidemmi. Skolpe hatte die Moves sowas von drauf. Aber sowas von.
Unglaublich.
Muss man sich mal vorstellen.
Kann man aber gar nicht.
Egal.
Es war die Nacht der Nächte. Zwei Planeten wurden auf Kollisionskurs gebracht und das Gefüge damit erschüttert.
Ja, unbewohnt. Klar doch. Brauchen wir nicht drüber reden.
Ernsthaft, es wurden Remixe gemacht. Extra für diese Nacht. Surfer suchten die Tsunamis, Skater die rutschenden Berge und wer einen Flugdrachen hatte, der wollte gar nicht mehr runterkommen. Skolpe hatte sich drei volle Tage durch den Regenwald gekämpft. Er hatte quasi nichts mehr am Leib, das auch nur an einem Faden trocken war. Er ist den ganzen Weg gewatet, gerobbt und hat sich durchgeschlagen.
Sein Körper war wund gescheuert an den unmöglichsten Stellen.
Reden wir nicht darüber.
Just in dem Moment als die Planeten sich in ihren Umlaufbahnen trafen und in einem gigantischen Feuerball zerstoben, stand er erschöpft und schwer atmenden auf einer Farn bedeckten Lichtung. Er dachte seine Füsse seien schwer wie Blei als der Boden unter ihm in hektischen Wellen erzitterte.
Er setzte den alten Kopfhörer auf, der auch schon von Rost zerfressen wurde(scheißklima) und wagte ein Tänzchen, während sich eine Milliarde verschreckte Glühwürmchen aus dem Grün um ihn gen Himmel erhoben.
Kein Acid dieser Welt könnte dir dieses Bild erträumen.
Er war hingerissen. Er war in einem flirrenden Ozean aus purem Licht.

Bumm-tschak.

(Fortsetzung? Hm….)

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Zettelkasten: Acid

Zettelkasten: Der Überfall der Moschkins

Oh, das Chaos. Pelkira zog naserümpfend den Rock hoch, betrachtete die Scherben und schritt vorsichtig über sie hinweg.
„Nicht gut!“flüsterte sie leise. Fast entrüstet. „So sieht es also aus, wenn die Moschkins in den Stadt sind. Eine verdammte Sauerei ist das. Sakra!“
.“Naja“ zuckte Xintov mit den Schultern, denn wir ahnen es schon, er war ein Moschkin. Was auch sonst ? Die übergroßen Froschbeine, das gelbe vorstehende Kinn und die fetten Insektenaugen liessen sich schließlich nicht verbergen. Ein Moschkin also wie er im Buche steht. Stetig wackelnd, stetig aufgeregt, immer ein bißchen ADHS, immer ein bißchen durch den Wind.
„Naja, es war mein Geburtstag. Ich meine, es war wirklich nur mein Geburtstag. Das waren Freunde, Pelkira , einfach nur Freunde ….“
,, Wo schläfst du heute Nacht?“
Xintov sah an ihr vorbei ,, Naja…“
Pelkira erstarrte. „Nein!“

(Fortsetzung folgt vielleicht …)

Zettelkasten: Der Überfall der Moschkins

Zettelkasten: Bengi auf Andiliya

Das war mal ein quirliger Markt. Bengi staunte über die fremden Süßigkeiten und konnte seine Augen nicht von rothaarigen Schönheiten Andiliyas lassen. Was für eine zauberhafte Welt, dachte er, welche Gerüche, welche Klänge, all diese Gesichter. Er konnte sich gar nicht mehr einkriegen. Sein Mund stand weit offen und seine Pupillen weiteten sich beträchtlich. Ein verrückter Traum, dachte er, so hatte er sich das immer gewünscht.
Er wollte gleich beginnen und einen Brief an seinen Vater schreiben. Verwirrt suchte er einen Schriftgelehrten. Doch er fand keinen. Konnten die hier alle schreiben? War nur er ein kleiner ungebildeter Matrose, den es aus den Tiefen des Alls hierher verschlagen hatte? Auf den Markt der Gebildeten und Schönen von Andiliya.
Vorsichtig setzte er sich an den Straßenrand. Er wollte nicht wie ein Bettler erscheinen. Aber Mißmut machte sich in ihm breit und er fühlte sich kleiner als jemals zuvor.

(könnte möglicherweise fortgesetzt werden)

Zettelkasten: Bengi auf Andiliya

Zettelkasten: Timtom und die Recycling-Piraten

In All war alles gleissend. Timtom legte das abgenutzte Buch beiseite, und überlegte warum er diesen Gedanken immer und immer wieder hatte, wenn er in den alten Schriften las. Die Schiffe waren gleissend, die Sterne prächtig und die Völker edel. Tatsächlich weichten sie seit 3 Tagen ausschließlich dem Müll korrupter Nationen aus.Begleitet wurden sie von Recycling-Piraten, die sie je nach Laune mal mehr, mal weniger flankierten, aber immer wieder gerne in ihre Mitte nahmen. Raue Burschen waren das, weit entfernt davon nur gut oder edel zu sein. Tatsächlich waren sie ziemlich tumbes Pack, das gerne an Gaslecks schnupperte und für Timtom und seinesgleichen mal so gar nichts übrig hatten. (Fortsetzung folgt vielleicht).

Zettelkasten: Timtom und die Recycling-Piraten

Reloaded

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Nach einem halben Jahr schlimmster Verwahrlosung könnte man nun eigentlich der Meinung sein, dass dieses Blogprojekt gescheitert ist. Aber man könnte es auch als Lernprozess sehen. Und Schreiben als eine Art Dienstleistung. Daher versuche ich in den nächsten Monaten dieses Ding nochmal zum Laufen zu bekommen. Und sei es nur als literarischen Zettelkasten. Wir werden sehen.

Reloaded