Zettelkasten: Rüben

Sagen wir maI, Dotterfeld war in erster Linie ein Steinhaufen. Ein Felsen, wenn ich etwas nettes darüber sagen wollte. Ein magischer Ort für alle Pilger unserer Galaxie. Es gab eine Legende und sehr viele Gerüchte, denen ich nicht trauen würde
Auf der Spitze des Felsens befand sich eine Plattform, die im Licht der unter gehenden Sonnen in allen Farben glänzen konnte. Die Mönche, die hier ihr Kloster errichtet hatten, polierten regelmäßig und emsig das Granit des Bodens bis sie sich dank spiegeln konnten.
Ansonsten verkauften sie Tand von ähnlich billigen Glanz an die Pilger und behaupteten unaufhörlich schweben zu können.
Das war Quatsch, wie wir alle wußten, denn in Dotterfeld schwebte niemand. Und wenn überhaupt dann kur sehr kurz.
Wir bauten Rüben an und verkauften sie an die Mönchen und Pilger. Das war sehr einfach, denn hier wuchs nicht sehr viel. Die Rüben waren nicht schön, eher ein bißchen obszön unförmig. Aber ihr Geschmack war süß, zart im Abgang und in der Wirkung aufputschend wie ein Liebeselixier. Die Pilger waren ganz närrisch danach. Die Mönche auch.
Wir dachten nicht darüber nach, was sonst so geschah. Wie saßen am Straßenrand, tranken Rübenbier, rissen üble Witze, machten eindeutige Gesten und verkauften das Zeug so teuer wie möglich.
Wir liebten diese Tage!
(Fortsetzung? Welche Fortsetzung?)

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